Elternbrief

aktuell vom 29.01.2021

Sehr geehrte Eltern,

das erste Halbjahr des Schuljahres 2020/2021 ist geschafft! Auch und besonders unter den Corona-Bedingungen.

In den Zeugnissen für den Jahrgang drei und vier gibt es

  • in allen Fächern Noten.
  • Die Anzahl der Fehltage beziehen sich nur auf den Präsenzunterricht, für den Distanzunterricht werden keine Fehltage gezählt.

Wir alle gemeinsam haben nun Erfahrungen mit dem Distanzunterricht gesammelt. Wir wissen von Rückmeldungen, dass die Situation zu Hause sehr unterschiedlich ist. Der fehlende Präsenzunterricht stellt nicht selten auch Sie als Eltern vor Herausforderungen. Egal ob es um Hilfen oder Tipps bei den Aufgaben geht oder gerade neue Motivation gefragt ist. Sie haben als Eltern wirklich viel geleistet. Das verdient Anerkennung für Sie.

Auf der anderen Seite waren es besonders unsere Klassenleitungen, aber auch alle anderen Lehrerinnen und Lehrer hier an der Schule, die eine neue, sehr komplexe Aufgabe seit dem 2. Lockdown bewältigen mussten.

Obwohl unsere Schule schon seit langem mit digitalen Methoden im Unterricht arbeitet, war für alle die Aufgabe „Lernen auf Distanz“ in dieser Form neu. Die iPads für Lehrkräfte gab es erst zum neuen Jahr 2021. Die Einarbeitung im Rahmen einer Fortbildung konnte wegen Corona noch nicht durchgeführt werden. Daher sind die Entwicklungen noch nicht alle auf einem gleichen Stand.

Es bleibt aber auch die Frage, ob das ausschließlich digitale Lernen beim Lernen auf Distanz überhaupt das angestrebte Ziel sein wird. Wir schauen immer noch sehr individuell auf die Kinder, auf den Klassenverband und auf die Möglichkeit der Umsetzung. Nicht überall sind die Bedingungen bei den Kindern gleich, das berücksichtigen wir. Neben der digitalen Bearbeitung der Lerninhalte ist es uns an der Schule aber auch wichtig, dass das Medienangebot vielfältig bleibt. Bücher, Arbeitshefte und Arbeitsblätter werden nicht aus dem Schulleben verbannt. Sie sind und bleiben notwendig.

Wir legen Wert darauf, dass Wochenaufgaben für die Kinder mit hoher Sorgfalt und mit viel Engagement zusammengestellt werden. Als lernende Lehrerinnen und Lehrer entwickeln wir die Möglichkeiten derzeit noch regelmäßig weiter. Die Wege der Materialien zum Kind sind unterschiedlich und vielfältig, manchmal gibt es sogar ganz individuelle Vereinbarungen. Wir versuchen alle, unsere Aufgabe bestmöglich zu erfüllen.

Aus zahlreichen Rückmeldungen wissen wir, dass die Kinder mit der neuen Aufgabe immer eigenständiger zurechtkommen. Manchmal braucht es dennoch viel Motivation, weil die Arbeit zu Hause den Sozialraum Schule nicht mit seinen umfassenden Möglichkeiten ersetzen kann. Es fehlen die Kontakte zu den Kindern, das können wir gut nachvollziehen.

Wir alle hoffen, dass die Situation sich bald zum Guten ändert. Wir würden sehr gerne wieder in der Schule unterrichten. Daher können wir den Wunsch der Kinder und Eltern nach Öffnung der Schule sehr, sehr gut verstehen. Aus der täglichen Informationsflut wissen wir alle jedoch, dass nichts gewiss ist und wir auf die politische Entscheidung warten müssen.

Wir bleiben offen für Anregungen, Kritik und Informationen, mit uns können Sie sprechen. Wir bitten aber auch um Verständnis, wenn nicht alles wie gewohnt und nicht alles umgehend geschieht. Wichtig ist uns, dass wir in einem guten Austausch bleiben.

Vorerst verbleiben wir mit herzlichen Grüßen und einer großen Hoffnung auf bessere Zeiten.

Im Namen des ganzen Kollegiums

M. Salewski

Schulleiterin

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